CDU Gemeindeverband Jüchen
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Archiv
21.05.2013, 09:59 Uhr
Weitere Kindertagesstätte in Jüchen
Die Gemeinde Jüchen ist für junge Familien interessant. Deshalb brauchen wir
eine weitere Tageseinrichtung für Kinder.

Hier die Stellungnahme der CDU-Fraktion im Haupt- und Finanzausschuss
(15.05.2013):
Hier die Stellungnahme der CDU-Fraktion im Haupt- und Finanzausschuss
(15.05.2013):
 
 
 
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren
 
Die CDU Fraktion hat gemeinsam mit unserem Partner FDP in langen und
ausgiebig geführten Gesprächen ihre Entscheidung getroffen.
 
Wir haben das Angebot der Verwaltung wahrgenommen und Informationen
gesammelt.
 
Wir haben mit Vertretern des Vorstandes des Bürger- Schützen- und
Heimatvereines gesprochen und auch intern intensiv und auch kontrovers
diskutiert.
 
Die verschiedenen Varianten wurden diskutiert und zum Teil auch wieder
verworfen.
 
Von der Frage Neubau und Abriss der Bürgerhalle Alleestraße bis zum An und Umbau bestehender Gebäude an der Steinstraße und der Rektor Thoma Straße und auch zum Verwaltungsvorschlag wurden Varianten besprochen.
 
Dabei war uns und auch den Kollegen der FDP besonders wichtig, dass nicht nur die finanziellen Aspekte der Gemeinde Jüchen Beachtung finden, sondern auch die Interessen der derzeitigen Nutzer der Bürgerhalle Alleestraße berücksichtigt werden können.
 
Die Umsetzung einer Maßnahme kann nur erfolgreich sein, wenn auch die Akzeptanz im Umfeld gesucht und möglichst hergestellt wird.
 
Zur Herstellung dieser Akzeptanz unter Beachtung der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Jüchen haben wir uns entschlossen dem Verwaltungsvorschlag zuzustimmen und diesen, ergänzt um einige Anmerkungen, zu unterstützen.
 
Dazu gehören:
 
1. Die Übernahme der 2-fach Halle durch einen Verein (z.B. den FSV Jüchen)
 
2. Eine vertragliche Regelung mit dem BSHV Jüchen der die Interessen, z.B. privilegierte Terminfestschreibungen, festschreibt.
 
3. Schaffung eines neuen Zugangs zu den Kellerräumen der Bürgerhalle Alleestraße und Einbau einer kleinen WC Anlage im Kellerbereich zur Sicherung der weiteren Nutzungsmöglichkeiten.
 
4. Ggf. erforderliche Umbauten in der 2-fach Halle im kleineren Rahmen zur optimierten Nutzung und Fertigstellung dieser Umbauten im Winter / Frühjahr 2013 – 14
 
5. Sicherung der Nutzung durch den FSV durch Verlagerung der Nutzung anderer Vereine in die 3-fach Halle Jüchen und auch von dort in die neue Halle Gierath-Bedburdyck.
 
6. Kurzfristige Regelung der offenen Fragen durch die Verwaltung mit den Vereinen und Bereitstellung der erforderlichen Mittel.
 
7. Verschiedene Kleinigkeiten, die ich hier und heute noch nicht benennen kann, sollen dann unbürokratisch und zügig umgesetzt werden.
 
Die wirtschaftlichen Betrachtungen der Angelegenheit lassen uns zu keinem anderen Ergebnis kommen, als diesen Weg zu gehen.
 
Auch wenn es vielleicht aus städtebaulichen Aspekten reizvoll wäre in diesem Bereich von Jüchen ein Planungsziel aufzustellen, das heißen würde
 
Schaffung eines Zentrumsbereiches ohne Einkaufsmärkte und dergleichen.
 
Wir haben hier im Umfeld von Haus Katz bereits ein soziales und kommunales Zentrum mit Kirche, Verwaltung, Polizei, Kindertagesstätten und Haus Katz.
 
Ein historisches Zentrum, den um Kirchen und Herrensitze herum haben sich unsere Dörfer in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt.
 
Auch könnte ich mir vorstellen, dass bei einer überarbeiteten Nutzung von Haus Katz an dieser Stelle z.B. im Innenhof eine Gastronomie ihren Raum finden könnte.
 
Hier ist sicherlich eine Ideenfindung in Zusammenarbeit von Wirtschaftsförderung, Städteplanung, Gebäudemanagement einerseits und Bürgerschaft andererseits angebracht und zu wünschen.
 
Auch der Gedanke der gänzlichen Verlagerung aller Einrichtungen der gemeindlichen Kindertagesstätte, der Polizei und der Bürgerhalle an anderer Stelle , z.B. mit einem Neubau einer großen Kita am Reitplatz an der Stadionstraße war reizvoll, wurde aber schon wegen der bestehenden Zweckbindung der vorhandenen Kita-Gebäude bis 2042 schnell beiseite geschoben.
 
Durch einen derartigen Schritt wären nicht nur erhebliche Investitionen angefallen für den Neubau, es wären Rückzahlungen der öffentlichen Fördermittel fällig geworden und der Haushalt hätte noch Abschreibungen in Millionenhöhe für alle alten Gebäude verkraften müssen.
 
Alleine für das Bürgerhaus Alleestraße wären dies Abschreibungen über 500.000 Euro gewesen.
 
Dies alles kann man sich wünschen aber nicht mit gutem Gewissen fordern, beschließen und umsetzen wollen.
 
Daher  nochmal  unser Apell an alle Betroffenen, (Vereine, Politik und Verwaltung) den zu fassenden und von mir begründeten Beschluss mitzutragen und an einer konstruktiven Diskussion  - wie bisher – mitzuarbeiten.
 
An dieser Stelle bedanke ich  mich für die Fraktion ausdrücklich für die konstruktiv und fair geführten Gespräche, insbesondere mit den Vertretern des Vorstandes des Bürgerschützen- und Heimatvereins Jüchen.
 
Hier haben wir – Politik und Verwaltung -  in der Vergangenheit auch schon viel unangebrachter geführte Diskussionen erlebt.
 
Das Niveau der Gespräche war der Wichtigkeit und Tragweite der Entscheidung angemessen.
 
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
 
Helmut Kreutz