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30.12.2014, 23:02 Uhr
Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel 2014 / 2015
 Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

in diesem Jahr haben wir einen besonderen Blick auf unsere Vergangenheit gerichtet: 100 Jahre liegt der Beginn des Ersten Weltkriegs zurück. Vor 75 Jahren begann der Zweite Weltkrieg. Die Erinnerung und das Gedenken an das unfassbare Leid, das beide Kriege über die Menschen in Deutschland, Europa und in vielen Teilen der Welt gebracht haben, sollten allen Menschen an ihre Verantwortung mahnen, sich für den Frieden einzusetzen. Aber unsere Welt wurde auch in diesem Jahr von Konflikten zwischen Palästina und Israel, dem barbarischen Terror des IS im Nahen Osten, besonders in Syrien und Irak ebenso überschattet, wie vom Konflikt um die Krim und die Ostukraine. Das Leid, das Millionen Unschuldige durch diese Konflikte erleiden, schockiert uns ebenso wie das Leid der Menschen in Westafrika durch die Ebola-Epidemie.

Die Freude über den Fall der Mauer vor 25 Jahren und die deutsche Wiedervereinigung und auch die Freude über den Gewinn der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien wurden überschattet durch die Krisen in aller Welt. Auch wir bleiben in unserer Gemeinde von den Auswirkungen dieser Konflikte nicht verschont.

 

Die große Anzahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden ist auch für unsere Gemeinde eine Herausforderung. Ich bedanke mich herzlich bei den Bürgerinnen und Bürgern, kirchlichen und sozialen Einrichtungen und Vereinen, die meiner Einladung Anfang Dezember gefolgt sind, damit wir uns gemeinsam um die Belange, Nöte und Sorgen der Menschen kümmern, die in unserer Gemeinde auf unsere Hilfe und Unterstützung hoffen. Besonders die Kinder und Jugendlichen müssen schnell in unsere Kindertagesstätten und Schulen integriert werden.

 

Wir haben im zu Ende gehenden Jahr im Bereich der Kindertagesstätten und Schulen erneut erheblich investiert. Der Bau von drei weiteren Kindergartengruppen in Hochneukirch und Jüchen mit einer Investition von 1,8 Mio. Euro ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft unserer Kinder.

Attraktive Kindergärten und Schulen, ein umfangreiches Angebot moderner Sportstätten, gute Einkaufsmöglichkeiten und sehr gute Verkehrsanbindungen machen unsere Gemeinde lebenswert und bieten Senioren und Familien gleichermaßen attraktive Lebensbedingungen.

 

In der Ratssitzung am 18. Dezember haben erstmals alle im Rat vertretenen Fraktionen dem Gemeindeetat für das kommende Jahr zugestimmt. Ein starkes politisches Signal, dass der eingeschlagene Weg zur Weiterentwicklung unserer Gemeinde von einer breiten Mehrheit im Rat mitgetragen wird und das die anstehenden Aufgaben jenseits aller politischen Unterschiede gemeinsam und konstruktiv gelöst werden können.

Ich bin zuversichtlich, dass wir die gute Lebensqualität in Jüchen mit einem gesunden Selbstvertrauen in unsere Möglichkeiten und Stärken weiter erhalten und verbessern können. Spielräume, die uns der im Entwurf vorliegende Regionalplan bietet, werden wir nutzen und gezielt weitere attraktive Baugebiete im Gemeindegebiet ausweisen.

Die Neugestaltung des Schmölderparks in Hochneukirch ist ein erster Schritt in die Umsetzung des Dorfentwicklungskonzeptes Hochneukirch und Hackhausen. Die in 2014 begonnene Arbeit am Klimaschutz- und Radwegekonzept werden wir genauso fortsetzen wie die Überlegungen zur Neugestaltung unserer Friedhöfe.

Gegen illegal entsorgten Müll und gegen die Verschandelung unserer Orte durch gedankenlos weggeworfenen Abfall werde ich durch den Einsatz eines zusätzlichen Mitarbeiters des Baubetriebshofs gezielt vorgehen.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir verstehen uns als Gemeinschaft und es spricht für unsere Gemeinde, dass hier zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie viele Unternehmen und Gewerbetreibende Verantwortung übernehmen und sich engagieren. Danken möchte ich an dieser Stelle allen, die sich für unsere Gemeinde und ihre Ortschaften eingesetzt haben. Mein besonderer Dank gilt den ehrenamtlich Tätigen in Vereinen und Verbänden, in den Kirchen, den Feuerwehren und Rettungsorganisationen, im sozialen und kulturellen Bereich, im Sport, in den Parteien und den Bürgerinnen und Bürgern, die Patenschaften für Grünflächen und Kinderspielplätze in unseren Ortsteilen übernommen haben. Vieles von dem, was unsere Gemeinde lebenswert macht, vieles von dem was wir in diesem Jahr erreicht haben, geht auf ihr Wirken und ihre Initiative zurück. Deshalb möchte ich an dieser Stelle ganz herzlich Danke sagen für ihren großen und vielfältigen Einsatz.

 

Ich wünsche uns allen für die noch verbleibenden Tage im alten Jahr ein wenig Zeit zurückzublicken auf die vielen Momente des zu Ende gehenden Jahres, aber auch Zeit um neue Kraft zu schöpfen für die Aufgaben, die uns 2015 erwarten.

 

Gesundheit, Frieden, Glück und Erfolg für Sie und Ihre Familien wünscht Ihnen auch im Namen von Rat und Verwaltung

 

Ihr Bürgermeister

Harald Zillikens