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03.12.2010, 15:55 Uhr
Errichtung von Windkraftanlagen im rekultivieren Teil des Tagebaues Garzweiler
Im Jahre 2001 hat der Rat der Gemeinde Jüchen einstimmig beschlossen, eine Konzentrationszone für Windkraftanlagen im Flächennutzungsplan darzustellen.

Hintergrund war die bestehende Rechtslage die die Errichtung derartiger Anlagen im gesamten Gemeindegebiet ermöglicht hätte, wenn keine Konzentrationszone ausgewiesen wird.
Die im Jahre 2001 ausgewiesene Zone lag damals im Bereich des noch offenen Tagebaues Garzweiler. Somit war die Errichtung von Windkraftanlagen im Gemeindegebiet Jüchen in den vergangenen 10 Jahren nicht möglich.

Im Gegensatz dazu haben unsere umliegenden Nachbarn diese Möglichkeit damals nicht genutzt und es wurden an verschiedenen Standorten Windkraftanlagen errichtet.

Nunmehr hat die Rekultivierung des Tagebaues Garzweiler jedoch die Möglichkeit geschaffen, Windkraftanlagen in der ausgewiesenen Vorrangzone zu errichten.

In der Konzentrationszone besteht Baurecht. Die Anlagen sind nach § 35 des Baugesetzbuches (BauGB) privilegierte Bebauungen im Außenbereich.
Nunmehr wird durch die Fa. RWE Innogy die Errichtung von 4 Windenergieanlagen beantragt. Die voraussichtliche Leistung der Anlagen liegt bei 3.2 MW und ermöglicht die Versorgung von über 9.000 Haushalten. Diese Leistung ergibt eine jährliche Einsparung von ca. 25.000 t CO²
Die Nabenhöhe beträgt 128 m, der Rotordurchmesser liegt bei 104 m. Dies bedeutet eine Gesamthöhe der Anlagen von rd. 180 m. Die Anlagen haben eine Mindestentfernung z.B. von Jüchen, Kreisverkehr Neusserstraße, von 1.059 m, vom Bahnübergang Kölnerstraße 1139 m und vom westlichen Ortseingang Gubberath ca. 1.521 m. Somit ist sichergestellt, dass es im den Ortslagen Jüchen, Gierath und Gubberath zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes kommt.

Die CDU Fraktion wird die ab Mitte 2011 beginnende Baumaßnahme kritisch aber sachlich begleiten und auch nach der im Frühjahr/ Sommer 2012 geplanten Inbetriebnahme darauf achten, dass die Interessen der Bürger der Gemeinde Jüchen gewahrt bleiben.

Unter dem Gesichtspunkt der Umweltbelastung durch fossile Brennstoffe ist es jedoch das erklärte politische Ziel der CDU für einen kontinuierlichen Einsatz der regenerativen Energien bei der Stromerzeugung den Weg zu ebenen.

Hierbei ist jedoch auch darauf zu achten, dass Fördermaßnahmen nicht nur um ihrer selbst willen umgesetzt werden, sondern der Einsatz von Fördermitteln stets auch mit Innovation verbunden ist.